04.07. ein freier Tag
Da wir heute unseren freien Freitag haben (ja, hier ist der Name halt noch Programm) geht’s auf in die Wüste. Mit unserem Guide
und seinem tausende-von-PS-Landcruiser fahren wir ca. eine Stunde Autobahn. Langsam aber sicher weicht die karge Landschaft einer noch kargeren Landschaft bevor dann irgendwann nur noch ein paar
Büsche auf gelben Sand zu sehen sind. Und da dachte ich schon das ist Wüste. Ich war schon übelst beeindruckt als wir eine Pause machten und ich die erste Düne gesehen habe, aber dann fragte
unser Guide plötzlich mitten auf der Straße „Are you ready?“ Ich war nicht sicher ob ich ja sagen sollte, tat es aber trotzdem.
Was dann aber kam war der Hammer, er zog rechts rein und preschte mit voller Drehzahl direkt in die Wüste. Und wenn ich vorher
dachte das ist Wüste, dann wurde ich jetzt eines besseren belehrt. Sand, einfach nur Sand. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, hinter der nächsten Düne muss ja die Ostsee sein, aber alles was
kam waren 3 weitere Dünen. Höhenunterschiede von 50 Metern an einer Düne waren normal und unser „Dune Bashing“ war der Hammer. Ein bisschen war es wie Achterbahn auf Sand, so dass ich nach 20
Minuten zwar total begeistert aber dann auch froh war, dass es vorbei ist.
Dann gab es endlich Foto-Shooting auf dem Gipfel einer riesigen Düne. Das war der
Hammer, ich kann es nur so sagen. Mir ist zwar klar, dass auf dem Foto nur Sand ist, aber glaubt es mir: Soviel Sand, habt ihr noch nicht gesehen.
Auf dem Weg runter entdeckten wir dann lustige Wüstenbewohner und als ich meine Kamera nicht schnell genug zücken konnte sagte unser Guide, dass wir gleich viel mehr sehen würden. Und so war es
dann auch. Und dann kam das Highlight dieses Aufenthaltes, meine neuen Lieblingsfreunde: Kamele, Kamele ohne Ende. Einen besonderen Gruß an die liebe Maria, die jetzt bestimmt gerne bei mir
gewesen wäre ;-)
Den Witz zu dem folgenden Foto kann ich mir nicht verkneifen. Ich bin in der Mitte
;-)
Nach den traditionellen Fototerminen ging es dann nach Hatta, was kurz vor der Grenze zum Oman liegt. Hier verändert sich die Landschaft. Aus
Dünen werden schroffe Felsen und ein Steingebirge sondersgleichen. Extrem beeindruckend als Tourist aber wohnen will ich hier nicht. Lustiger Zwischenstopp an der Tankstelle: Unser Guide sagt, er
muss hier tanken weil es im Oman billiger ist, da zahlt man nämlich nur 20 Cent pro Liter, in Dubai sind es immerhin 30 Cent. Ich dachte ja, Tanktourismus gibt es nur bei uns. Aber bei solch
horrenden Spritpreisen wie 30 Cent ist das natürlich logisch. Ach so, nur noch mal zur Info: Der Liter Wasser kostet hier 50 Cent ;-)
So, im Felsgebirge beim Oman gab es dann ein
erneutes Highlight. Baden mitten in der Wüste. Im Januar, wenn es hier mal regnet, entstehen unzählige Flüsse die ins Tal rauschen und manche von den Flussbetten bleiben das ganze Jahr leicht
gefüllt, so dass man auch im Juli darin baden kann. Da war ich also dann mitten in der Wüste baden, lustig wars zumal auch unzählige kleine Fische darin schwammen.
Weniger lustig war der Müll, der zurückbleibt wenn unzählige Touris und Emiratis (so heißen die ursprünglichen Einwohner hier) ihren Müll überall hinpflastern. Nicht schön. Nach ner halben Stunde
planschen hieß es dann so langsam zurück ins Hotel, was auch bitter nötig war, denn durch die Hitze wird man schnell fix und alle.
So, das bis hierher. Morgen erzähl ich euch dann warum John ein indischer Name ist und das „I speak english“ nicht undbedingt „ich
spreche Englisch“ bedeutet. Erklärungen dazu wie gesagt morgen, also Gute Nacht euch.